Wie im Beitrag „Kegeltierchen? Kegeltierchen!“ angekündigt, möchte ich in diesem Beitrag einige Maschenarten aufgreifen und sie dir erklären. Vor allem die, die bei meinen Kegeltierchen verarbeitet werden, werden hier aufgelistet… Aber natürlich kann mit der Zeit die ein oder andere Masche dazu kommen 🙂 Ich habe versucht, die Maschen und die Arbeit möglichst genau zu fotografieren und ich hoffe, du kannst alles gut erkennen.

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Verwendet habe ich übrigens graues Catania Schachenmayr Garn* von Buttinette. Dieses Garn ist das Garn, was ich bei meinen Kegeltierchen hauptsächlich verwenden werde. Es handelt sich dabei um ein Baumwollgarn, was durch seine glatte Oberfläche optimal für Amigurumis geeignet ist.

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Bitte beachte, dass du ein kleines Video am Ende der jeweiligen Erklärung finden kannst 🙂


Kettmaschen (Abkürzung: KM)

Kettmaschen werden beispielsweise benötigt, wenn du eine gehäkelte Runde möglichst unsichtbar beenden möchtest. Ich nutze sie jedoch auch gerne, um meine Häkelarbeiten sauber zu umranden, ohne weitere Höhe zu gewinnen.

Schritt 1: Wir beginnen mit einer Schlaufe auf der Nadel. Steche in die nächste Masche rein und hole den Faden.


Schritt 2: Der geholte Faden wird direkt durch die Schlaufe auf der Nadel gezogen.



Feste Maschen (Abkürzung: fM)

Feste Maschen sind wohl die absolute Häkelbasis, aus der – gefühlt – 90% aller Häkelarbeiten bestehen 😀 Gerade in der Amigurumi-Welt sind sie besonders wichtig, da man mit ihnen die Körperformen häkelt. Sie unterscheiden sich nur gering von der oben gezeigten Kettmasche.

Schritt 1: Wir haben bereits eine Schlaufe auf der Nadel. Steche, wie bei der Kettmasche, in die folgende Masche ein und hole den Faden mit der Nadel.


Schritt 2: Wir haben nun zwei Schlaufen auf der Nadel. Hole nun erneut den Faden und ziehe diesen durch beide Maschen durch, sodass nur noch eine Masche auf der Nadel bleibt.


Fertig!



Halbe Stäbchen (Abkürzung: HStb/hStb)

Halbe und ganze Stäbchen unterscheiden sich, wie Kettmaschen und Feste Maschen, nur am Ende voneinander. Beide Stäbchen-Arten sind geeignet, um „beweglichere“ Häkelmuster zu häkeln und um ein wenig mehr Höhe zu gewinnen. Halbe Stäbchen sind – naturgemäß – ein wenig tiefer als ganze Stäbchen 🙂

Schritt 1: Los gehts! Bevor zu in die nächste Masche stichst, wickelst du den Faden 1x um die Häkelnadel. Dadurch liegen nun 2 Schlaufen auf deiner Nadel.

Schritt 2: Steche in die nächste Masche und hole den Faden durch. Dadurch liegen im Anschluss 3 Schlaufen auf deiner Nadel.



Schritt 3: Hole erneut den Faden und ziehe diesen durch alle 3 Schlaufen durch. Du hast nun ein halbes Stäbchen gestrickt.

Um den Unterschied zu verdeutlichen, habe ich ein halbes Stäbchen neben einer festen Masche gehäkelt. Du kannst den Größenunterschied auf dem Bild erkennen.



Stäbchen (Abkürzung: Stb)

Nachdem du jetzt gelernt hast, wie du ein halbes Stäbchen häkelst, ist der Sprung zum „Stäbchen“ wirklich kein Problem 🙂 Die ersten Schritte sind 1:1 identisch.

Schritt 1: Wickel den Faden 1x um die Häkelnadel. Dadurch liegen 2 Schlaufen auf deiner Nadel.

Schritt 2: Steche in die nächste Masche und hole den Faden durch. Dadurch liegen im Anschluss 3 Schlaufen auf deiner Nadel.


Schritt 3: Achtung, hier kommt der entscheidende Unterschied! Während du bei einem halben Stäbchen nun den Faden erneut holst und durch alle 3 Maschen ziehst, ziehst du bei einem Stäbchen den Faden nur durch die ersten beiden Schlaufen.


Schritt 4: Du hast nun 2 Schlaufen auf deiner Häkelnadel. Hole nun erneut den Faden und ziehe diesen durch beide Schlaufen durch.


Fertig! Wie du auf dem Bild (zumindest ein bisschen) erkennen kannst, ist das Stäbchen deutlich höher als das halbe Stäbchen.



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