Dein Blog für Strick- und Häkelanleitungen, Inspirationen & mehr

Zauberbälle und Sockenspitzen

Schon lange habe ich sie auf dem Schirm, aber noch nie verstrickt: Die Zauberbälle von Schöppel (Werbung, Affiliate-Link). Aus reiner Neugierde und Faszination für die schönen Farbverläufe, hatte ich mir einen gekauft, behutsam in meiner Stash-Kiste verstaut und… vergessen >>> Bis jetzt!

Im Mai stand ein Familienurlaub an und – obwohl ich mich zu dem Zeitpunkt in einer langen Handarbeitspause befand – musste natürlich ein Strickprojekt eingepackt werden. Nach kurzer Überlegung stand für mich fest, dass dies die optimale Möglichkeit ist, meinen Zauberball anzuschlagen und direkt drei Fliegen mit einer Klappe zu erlegen: Neue Stricksocken für Adam, Blogbeitrag zum Thema „Zauberbälle“ und als Ergänzung dazu, die sog. „ergonomische Sockenspitze“ thematisieren. Was kann schon schiefgehen?

Zauberball Crazy Schöppel

Der Plan

Eigentlich hatte ich vor, einen „professionelleren“ Blogbeitrag zu schreiben, über meine Erfahrungen bei der Verarbeitung des Zauberballs und ergänzt um eine kleine Strickanleitung zur ergonomischen Sockenspitze. Letzteres schlummert schon seit geraumer Zeit als Thema in meinen Entwürfen und wartete nur darauf, endlich das Licht der Welt zu erblicken.

Adam hat nämlich eine komplett andere Fußform als ich, mit einer schräg verlaufenden Zehenspitze. Für solche Füße kann die ergonomische Sockenspitze durchaus sinnvoll sein, zumindest wollte ich es einmal testen und ihn es selbst beurteilen lassen. „Ergonomisch“ bedeutet in diesem Zusammenhang eigentlich nichts anderes, als dass die Sockenspitze der natürlichen Form des Fußes angepasst wird, anstatt symmetrisch nach vorne zuzulaufen.

Bislang fehlte mir allerdings immer die nötige Motivation (Was Neues mit Denken…? uffz…). Dieses Mal jedoch juckte es mich regelrecht in den Fingern. Ich überlegte, wie sich die Schräge am besten stricken ließe, stöberte ein wenig im Internet und fühlte mich dadurch in meiner Idee bestätigt. Also legte ich einfach los. Wohlwissend, dass ich bei einer Sache vorsichtig sein muss.

Im Grunde ist die Technik gar nicht kompliziert: Die Maschen werden überwiegend auf der Seite abgenommen, auf der die Spitze abgeschrägt werden soll. Nach einigen Runden begann ich dann, die Maschen beidseitig abzunehmen, bis die Spitze ihre endgültige Form hatte.

Nach einem gemütlichen Stricknachmittag war das Sockenpaar fertiggestellt und ich SO begeistert, dass ich sogar direkt alle Fäden vernähte und das Paar wusch. Die Bilder sollten dieses Mal so richtig schön werden, damit Du die Spitze so gut erkennen kannst, wie es nur geht! Ich fühlte mich einfach erwachsen, reif und richtig gut. Es kommt selten vor, dass ich Fäden vernähe, denn auf den meisten Bildern trickse ich etwas und verstecke sie einfach vor dir 😀 Nach dem Bad durften sich die Stricksocken ein wenig auf der Heizung ausruhen und warteten darauf thematisiert zu werden.

Es kommt immer anders, als man denkt…

Vor rund einer Woche wollte ich diesen Blogbeitrag schreiben und legte mir dafür die Stricksocken zurecht. Ich holte mein Handy und kam relativ schnell ins Stocken… irgendwas stimmt nicht. Bevor die Erkenntnis in meinem Hirn ankam, wusste mein Bauch „oh nein… die wird gleich richtig sauer“. Noch war es nur ein Gefühl, aber mein Hirn merkte, dass der Bauch etwas wusste und überlegte, überlegte und erkannte mit Schrecken: Die Stricksocken waren identisch, nicht spiegelverkehrt! Verdammte Axt!

Es war mir zuvor nicht aufgefallen und das, obwohl genau das die EINE Sache war, bei der ich mich selbst zur Vorsicht mahnte: Nimm nicht 2x gleich ab, sondern einmal auf der linken und einmal auf der rechten Seite. Du kannst dir nicht vorstellen, wie geeneeervt ich war und es noch immer bin. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die ein komplett fertiges Strickprojekt auftrennen und neu stricken, vor allem nicht, wenn sie nicht mehr wissen, was genau zu stricken ist. Alle meine Markierungen habe ich entfernt, die Fäden vernäht und natürlich meine Notizen vernichtet. Der Zauberball ist hübsch, aber spätestens durch das Waschen ein wenig flusiger, wodurch ich die Abnahmen nicht gut ablesen kann. Selbstverständlich schmiß ich die Socken in die Ecke und strafte sie mit Einsamkeit.

Die Not, die Tugend und das Fazit

Nein, der Blogbeitrag ist nicht das, was ich mir ursprünglich vorgestellt habe. Ich habe mich über mich selbst geärgert und über die vorerst verpasste Chance, dieses Thema „anständig“ aufzugreifen. Auch werde ich so schnell diesen dummen Fehler nicht beseitigen, da mir die Motivation dafür fehlt. Aber es wäre nicht mein Blog, würde der Blogbeitrag nicht doch thematisch passen. Denn meiner Überzeugung nach, lernt man aus Fehlern Anderer wahrscheinlich am besten, wenn man ihren Schmerz sieht 😀

Zum Fazit: Ich möchte auf jeden Fall erneut eine ergonomische Sockenspitze stricken. Sie ist einfach zu stricken, passt sich der Fußform individuell an und wird (vielleicht) noch angenehmer zu tragen sein. Die einzige Tücke ist, dass man wirklich aufpassen muss, an welcher Stelle man die Abnahmen strickt. Aber wenn man zur unkonzentrierten Fraktion gehört, kann eine farbliche Markierung ggf. helfen.

Der Zauberball ansich lies sich gut verstricken und ich liebe den Farbverlauf. Die Blautöne fotografisch einzufangen ist allerdings eine Herausforderung und in Echt sehen sie noch viel schöner aus, als auf den Bildern. Was mich jedoch ein wenig genervt hat war, dass einige Farbübergänge gefilzt waren und ich diese Übergänge immer aufgeschnitten und vernäht habe. Das ist allerdings kein Fehler im Garn, sondern durchaus üblich und verkraftbar. Es wird sicherlich nicht mein letzter Zauberball gewesen sein 🙂


Falls dir mein Blogbeitrag gefallen hat und du ihn mit anderen teilen möchtest, findest du hier meinen Pinterest-Pin:

Melde dich jetzt für meinen Newsletter an!

ACHTUNG: Nach der Anmeldung für den Newsletter erhältst du eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst wenn du diesen klickst, ist deine Anmeldung gültig.

Erfahre mehr in meiner Datenschutzerklärung.

«
Warum ich Cookies nutze und wie Du helfen kannst!
Ich betreibe diesen Blog mit viel Leidenschaft und Herzblut, damit Du spannende Inhalte kostenlos genießen kannst. Um den Blog zu finanzieren, nutze ich Werbung, die mithilfe von Cookies personalisiert wird. Einige Cookies sind technisch notwendig, damit alles reibungslos funktioniert. Andere helfen mir, den Blog weiter zu verbessern und Dir relevante Werbung anzuzeigen. Natürlich kannst Du meine Inhalte auch ohne Zustimmung in vollem Umfang nutzen – nur die Werbung wird nicht personalisiert.
Ja, ich unterstütze Dich
Nur notwendige Cookies
Individuelle Einstellungen
Individuelle Einstellungen
Dies ist eine Übersicht aller Cookies, die auf der Website verwendet werden. Du hast die Möglichkeit, individuelle Cookie-Einstellungen vorzunehmen. Gib einzelnen Cookies oder ganzen Gruppen deine Einwilligung. Essentielle Cookies lassen sich nicht deaktivieren. Deine Wahl ist freiwillig und Du kannst sie jederzeit wieder ändern.
Speichern
Abbrechen
Essenziell (2)
Essenzielle Cookies ermöglichen grundlegende Funktionen und sind für die einwandfreie Funktion der Website erforderlich.
Cookies anzeigen
Statistik (1)
Statistik Cookies erfassen Informationen anonym. Diese Informationen helfen mir zu verstehen, wie meine Besucher diese Website nutzen.
Cookies anzeigen
Marketing (1)
Marketing-Cookies werden von Drittanbietern oder Publishern verwendet, um personalisierte Werbung anzuzeigen. Sie tun dies, indem sie Besucher über Websites hinweg verfolgen.
Cookies anzeigen