Mein Herzensprojekt „Stricken lernen“ war im vollen Gange und ich versuchte meine Fähigkeiten zu optimieren. Ich las mich in viele Themen ein, sah unzählige Videos und kaufte Strickzeitschriften und ➥ Strickbücher (Werbung). Alles in allem gab es mittlerweile eine gewisse Basis, auf der man aufbauen konnte. Mehr aber nicht. Irgendwie fehlten die Übung, das Geschick und das Verständnis, das Gespür für die Maschen. Für mich sahen rechte Maschen und verschränkt rechts gestrickte Maschen nach wie vor gleich aus und über allen Themen lag ein Dunstschleier, der einfach nicht verschwinden wollte.

Nur, wie sollte ich voran kommen und mich verbessern? Neben all den Tipps und Tricks, die mich nicht weiterbrachten, schlug ich einen ganz neuen Weg ein. Die meisten User rieten mir davon ab, aber ich war davon überzeugt, dass Stricksocken mich an mein Ziel bringen. Socken werden meines Erachtens nach unterschätzt und werden einem Neuling eher selten als Übungsprojekt empfohlen. Wieso dem so ist, kann ich allerdings nicht verstehen! Aus meiner rein persönlichen Erfahrung kann ich jedem nur wärmstens empfehlen, mit Socken zu üben. Selbst die einfachsten Stinos (Stinknormale Socken) bieten eine Bandbreite an Übungsfeldern:

  • Aufnahme von Maschen, ggf. sogar elastisch
  • Bündchen: Übung linke und rechte Maschen und vllt sogar verschränkte Maschen
  • Maschen an der Ferse aufnehmen oder aber verkürzte Reihen
  • Maschen zusammenstricken und Maschen überzogen zusammenstricken

Noch dazu sind Socken, im Gegensatz zu einem Tuch oder einen Pullover, „schnell“ gestrickt und können nach und nach durch die Umsetzung kleinerer Muster, Farbenspielen oder verschiedenen Bündchenarten den Radius der Fähigkeiten erweitern. Im Zweifel nimmt man die Abkürzung und strickt Sneakersocken, dann geht es sogar noch schneller 🙂

Gestrickte Socke aus handgefärbter Merino Wolle Tiger Nemo Orange und Grau

Ich muss allerdings erwähnen, dass ich niemals auf einem klassischen Nadelspiel gestrickt habe, sondern gleich mit den Rundstricknadeln angefangen habe. Im Leben hätte ich mir das alleine zuhause nicht zugetraut, da die 5 Nadeln auf einen Anfänger, der ein halbes Jahr nicht mal linke Maschen konnte, absolut furchteinflößend wirken. Wahrscheinlich raten deswegen viele davon ab und dabei kann man das Problem so einfach lösen.



Angefangen habe ich damals mit Baumwollsocken in Nadelstärke 4 und einem liebevoll ausgearbeiteten YouTube-Video, bei dem ich Schritt für Schritt folgen konnte. Es ist sicherlich nicht die schlechteste Idee, wenn das erste Paar Socken in einer größeren Nadelstärke gestrickt wird, da gerade am Anfang größere Maschen einfacher sein können.

Fazit: Während ich die Techniken und die Nadeln immer wieder ausgetauscht und Neuheiten ausprobiert habe, blieb ich bei den Socken als Übungsobjekt treu.

Probiere es aus! Absolut „Stricken für Anfänger“ tauglich!


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