Vorwort: Der Beitrag wird zusammen mit „Handarbeit. Das verwöhnte Einzelkind“ veröffentlicht. Ich war gerade dabei, diesen Artikel zu vollenden und bereits in den letzten Zügen. Obwohl der eine Beitrag davon handelt, dass ich NUR stricke und der andere davon, dass ich GAR NICHT stricke, passen sie irgendwie gut zusammen und man kann gut ableiten, wie es zu diesem Beitrag und der gesundheitlichen Situation gekommen ist.


Ok, mein persönlicher Horror ist in diesem Jahr bereits im Januar eingetreten. Schon länger schmerzt mein rechtes Handgelenk, wenn ich zu lange am PC sitze und ab und an auch beim Stricken. Mit Überstunden und den geschriebenen Blogartikel, kamen gerade in den ersten zwei Januarwochen wirklich viele Stunden vorm Bildschirm zusammen. Bisher habe ich mir einfach eine gestrickte Stulpe angezogen und meine kleine, heile Welt war augenblicklich wieder in Ordnung. Bisher.

Als ich vergangenen Freitag aufwachte, meiner morgendlichen Routine nachging und im Anschluss an meinem nicht ergonomisch für mich angepassten Mobilen-Arbeitstisch Platz nahm, arbeitete ich eine Stunde mehr oder weniger munter vor mich her. An diesem Morgen begannen die Schmerzen relativ früh und ich kam auf die Idee, mir den Schlamassel mal genauer anzusehen. Statt zur Stulpe, griff ich dieses Mal zum Doktortitel und öffnete die Medizin-Bibel des 21. Jahrhunderts, namens Google. An meiner Hand hatte ich eine kleine, harte Beule entdeckt, die mir zuvor nie aufgefallen war und Google attestierte mir ein Ganglion. Ich zeigte den Knubbel meinem Freund, der – wie immer – vollkommen entspannt reagierte und mir quasi Aderlass und Amputation prophezeite, wenn ich nicht endlich meine Hand schonen und einen „richtigen“ Doktor aufsuchen würde. Wer meinen Freund als Partner hat, braucht kein Google, um in Panik zu geraten und so machte ich gleich morgens einen Termin bei meiner Hausärztin. Diese bestätigte mir, dass es sich um ein Handgelenksganglion handelt, schrieb mich eine komplette Woche krank und verwies mich an einen Orthopäden. Natürlich wusste ich, welche Diskussion zuhause aufkommen würde und fragt, ob ich denn Stricken dürfte, da die Bewegung ja eine andere sei, als am PC. Die niederschmetternde Antwort gefiel mir gar nicht und so trottete ich Richtung Heimat. Ich erledigte noch die wichtigsten Dinge für die Arbeit und lag 2 Stunden später bewegungsunfähig auf der Couch.



Wer mich kennt weiß, dass ich weder chillen noch „einfach rumliegen“ kann. Ich kann es einfach nicht, es bereitet mir quasi körperlichen Schmerz, ein nutzloses Dasein zu fristen. An dem Thema arbeite ich seit Jahren, nicht zuletzt da sich gepflegte Langeweile positiv auf meinen Daueralarmzustand (Stress) auswirken kann. Allerdings bleibt ein Jack Russell Terrier eben ein Jack Russell Terrier und ich bin noch weit entfernt von meinem Ziel, innere Ruhe genießen zu können. Meine Freunde waren dagegen total begeistert, riefen einen LANGEN Serien-Marathon aus, mit Faulenzen und Eier kratzen, während sich meine Nackenhaare langsam aufstellten und ich diese Aussicht alles andere als erstrebenswert fanden. MAL eine Serie schauen ist schön, aber ich war nie der klassische Serienjunky und schon gar nicht, ohne dabei etwas zu frickeln. Nach nur einen Tag fiel ich in ein Loch. Natürlich muss ich dazu sagen, dass dieser Winter mich emotional stresst. Es regnete viele Wochen, Corona hat uns alle fest im Griff und selbst, wenn ich privilegiert bin und mich weder durch Homeschooling quälen, noch um meinen Job fürchten muss, belastet es mich. Corona und die berüchtigte „Winterdeperession“, die ich eigentlich sonst nie habe, waren zusammen schon ein Brett und konnten nur aus meinem Alltag gedrängt werden, wenn ich mich intensiv beschäftige. Beschäftigen fiel nun weg, da einfach alles Mögliche eine funktionierende Hand erfordert und ich auch nicht Willens war, mir eine gescheite Aufgabe zu suchen. Ich hatte Pläne für den Januar gemacht, eine lange To-Do-Liste, die hinter meinem Bildschirm klebt und auf Erledigung wartet. Ich wollte 3 Blogbeiträge schreiben, meinen Sorrell-Sweater wieder aufnehmen, den Endlosschal bis Farbe 15 stricken und ein paar Pins erstellen. Jack Russell Terrier halt.

Um es kurz zu machen: Die Woche war grausam und ich habe viel zu viel aus reiner Langeweile geschlafen. Ich fühlte mich nutzlos, wohlwissend, dass es Quatsch ist und das andere viel länger ihre Hand nicht nutzen können. Aber ich hielt mich einigermaßen brav an die Schonung, vereinbarte einen Termin für die kommende Woche beim Orthopäden und ließ die Zeit über mich ergehen. Heute, genau 7 Tage später endet die Krankschreibung und meine Hand ist noch immer buckelig. Ich bilde mir ein, dass die Kugel ein wenig kleiner geworden ist, aber das kann auch ein Trugschluss sein. Vielleicht hat sie sich auch nur aus Angst vor dem Orthopäden etwas zurückgebildet, da ich grausame Techniken bzgl. der Entfernung eines Ganglions gelesen habe. Wusstest du, dass es früher üblich war, das Handgelenksganglion mit einem BROCKHAUS zu zerschmettern? Nein, das denke ich mir nicht aus. Unter fachlicher Führung wird es noch heute zum Zerplatzen gebracht, nur machte man sich früher nicht die Arbeit einer langwierigen Massagetherapie und schmiss einfach ein zentnerschweres Buch auf das kleine Handgelenk. Irgendwann kam man zu dem Schluss, dass die daraus resultierenden Knochenbrüche, Nervenschäden und Quetschungen auch nicht besser sind und ließ es sein. God save das Jahr 2022!

Aber an der Stelle sei genug gejammert, dafür werde ich wahrscheinlich nach meinem zweiten Arzttermin noch genügend Zeit für haben. Ich möchte nämlich auch noch zum produktiven Teil meines Artikels kommen und dem ein oder anderen vielleicht ein paar positive Gedanken und Anregungen mitgeben. Auch, wenn die Woche eklig war, konnte ich mir einige Gedanken bzgl. der Beschäftigungsmöglichkeiten machen und teile sie, samt meiner Erfahrungen, gerne mit dir.



Vorbeugung

Prävention ist natürlich das wirkungsvollste Mittel, um gar nicht erst solch ein Problem zu entwickeln. Ich habe mein Handgelenksganglion absolut verdient. Viel zu viele Stunden saß ich am PC und die Hände wurden permanent schonungslos überfordert. Nach wie vor quält es mich, nichts zu tun. Die innere Unruhe habe ich eindeutig von meiner Oma geerbt und bekomme sie nicht so gut in den Griff, wie ich gerne würde. Schon oft nahm ich mir vor, meine Hände einen Tag in der Woche „aktiv“ zu schonen. Leider endete es immer wieder gleich: Ich holte die verlorene Zeit an anderen Tagen nach. Sei schlauer als ich, denn sowas kann auch böse enden und Langzeitfolgen mit sich bringen. So wie du nach einer harten Arbeitswoche abschalten und entspannen möchtest, solltest du diesen Luxus auch deinen Händen gönnen. Massagen und Dehnübungen können außerdem bei anderen Beschwerden und Verspannungen helfen und vielleicht findest du dazu in diesem Beitrag die passenden Anregungen.

Sollte dir jedoch bereits ein Knubbel oder dergleichen auffallen, rate ich dir zum Arztbesuch.

Wenn es zu spät ist

Ist das Kind in den Brunnen gefallen und du musst deine Hände/deine Hand ruhig halten, solltest du dich aufraffen und nicht 24/7 verschlafen. Glaub mir, ich habe es versucht und ich hab die Rückenschmerzen meines Lebens.

Stattdessen kannst du z.b. die unten genannten Dinge tun. Bitte beachte dabei, dass meine Hand wirklich nicht stark geschädigt ist und ich alle Kraftanstrengungen im deutlich reduzierten Rahmen ausgeübt habe.

  • Spazierengehen
    Viele haben es während Corona liebgewonnen, andere sind schon über diesen Punkt hinaus. Aber es tut definitiv gut! Geh raus vor die Türe, in deinem Tempo, genieße die Umwelt, atme die frostige oder warme Luft ein, beobachte Tiere. Spazierengehen hat unfassbar viele Vorteile für den Körper und auch der Geist fühlt sich danach gleich freier.
  • Treffe dich mit Freunden
    Wenn alle anderen arbeiten müssen und man alleine krankgeschrieben ist, ist es vormittags natürlich nicht möglich. Aber morgens einen schönen Spaziergang machen und sich am Nachmittag mit Freunden treffen lässt den handarbeitsfreien Tag gleich viel freundlicher wirken 🙂
  • Frühstücken gehen
    Ich liebe frühstücken gehen. Eine schöne Abwechslung, die man sich auch alleine gönnen kann. Natürlich scheiden sich hier die Geister, da viele es als „peinlich“ empfinden, wenn sie alleine irgendwo essen gehen. Meine Antwort ist immer die gleiche: Bist du wirklich so wichtig auf dieser Welt, dass jeder dich anstarrt und sich ernsthaft Gedanken darüber macht, dass du alleine da sitzt? Versprochen, keiner macht das und die meisten denken eher „oh, das möchte ich auch“. Hab ein Date mit dir alleine, starte mal einen Vormittag mit einem herrlichen Frühstück und lass dich verwöhnen!
  • Endlich mal wieder ein Buch lesen
    Ja, das war eine meiner Beschäftigungen. Ich habe mir endlich eines meiner Bücher geschnappt und angefangen zu lesen. Dabei ist mir allerdings aufgefallen, wie unkonzentriert ich war und wie viel Kraft es mich kostete, NUR zu lesen. Um meine Hand auch zukünftig etwas zu entlasten und meinen Fokus wieder zu schärfen, möchte ich einen handarbeitsfreien Tag beibehalten und an diesem meiner früheren Lieblingsbeschäftigung nachgehen.
  • Oma besuchen!
    Familienbesuche schiebt man oft auf, das kenne ich nur zu gut. Aber warum nicht aus der Not eine Tugend machen? Du hast nichts zu tun und es gibt sicherlich jemanden, der sich über deine Gesellschaft freut. Vielleicht gefällt es dir ja sogar so gut, dass du es regelmäßig machst.
  • Bummeln gehen
    Ich bin keine Shoppingqueen und habe nicht viel für reines Konsumieren übrig. Allerdings fiel mir diese Woche so hart die Decke auf den Kopf, dass ich gleich morgens los bin und ein Stündchen meines Tages in den Arkaden verbrachte. Ich kaufte Dinge, die mir Freude bereiten und ich schon ewig holen wollte. So landete ein Buchkalender, samt bunter Stifte, eine Großpackung Dinkelmehl und 2 Donuts in meiner Tasche. Wenn ich „bummeln“ gehe, gebe ich meist nicht mal viel Geld aus. Ich lasse mich oft durch die Schaufenster inspirieren, trinke vielleicht mal einen Kaffee und genieße den Trubel, den ich zuhause nicht habe. Irgendwann nerven mich dann die ganzen Menschen, die Tasche wird zu schwer und ich wandere wieder nach Hause und genieße die Stille, die ich morgens noch furchtbar fand.
  • Leichte Gartenarbeiten
    Zugegeben, mein Garten verkommt. Ich bin wieder an dem Punkt, wo ich mich nicht hin traue, um nach dem Rechten zu sehen. Dabei wären leichte Gartenarbeiten, die man auch nur mit der linken Hand ausüben kann, das Optimale.
  • Fäden vernähen
    Jaja, die lieben Fäden. Ich habe mal wieder mehrere Monate Stricksocken gesammelt und sie einfach nicht vernäht. Ich hasse es und nicht alles kann ich gut einweben. An einem Tag war es so weit, ein Hörbuch lief und ich vernähte alle Fäden, die ich mir als Ziel gesetzt hatte. Natürlich musst du dabei darauf achten, dass du deine Hand nicht überanstrengst und Pausen sind Pflicht. Aber über den Tag verteilt, war die Arbeit abends erledigt.
  • Etwas Verrücktes kochen
    Auch hier gilt: Schon die Hand! Wenn ein Teig per Hand 15 Minuten geknetet werden muss, ist dies sicherlich nicht die klügste Idee. Es gibt allerdings Rezepte, die sich ewig hinziehen und gut stemmbar sind. In meinem Fall waren es Piroggen. Ich liebe die Dinger, bin aber einfach zu faul sie herzustellen. Wer keine knetende Küchenmaschine hat, kann vielleicht den Partner motivieren, den Teig zu vermengen. Das Ausstechen und Füllen der Taschen konnte ich mit links erledigen, zumal ich den absolut cleveren „Piroggenmacher“ (Werbung, da Affiliate-Link) von den Schwiegereltern geerbt habe.
    Das Gute: Endlich mal wieder Piroggen gegessen, viel Zeit durch die untalentierte linkte Hand verplempert und ich konnte sogar 2 Portionen einfrieren. Ein Bild habe ich auch noch schnell geschossen, du wirst es etwas weiter unten sehen 🙂
  • Serien und Filme schauen
    Ich habe den Luxus und die Zeit, alle Serien und Filme zu schauen, die ich möchte. Allerdings habe ich keine Lust darauf, aber vielleicht ist es für dich DIE Gelegenheit, endlich deinen Marathon zu starten?
  • Weiterbilden (Sprachen lernen?)
    Gibt es ein Thema, dass dich reizt? Vielleicht einen VHS-Kurs, einen Onlinekurs? Möchtest du dein Englisch aufbessern oder Japanisch lernen? Sicherlich ein hochgestecktes Ziel für eine Woche, aber wer weiß… vielleicht behältst du das Hobbie ja bei.
  • Museum, Theater, Kino
    Ich gehöre zu den Menschen, die fest davon überzeugt sind: Für jeden gibt es das passende Museum. Manchmal muss man nur ein wenig suchen, aber die Bandbreite zwischen Picasso und Körperwelten ist gewaltig! Der Aquazoo in Düsseldorf, das Neandertal, Burgen, Freilichtmuseen oder auch meine geliebte Tim-Burton-Ausstellung sind nur ein paar Beispiele. Aber auch Veranstaltungen wie die Bundesgartenschau benötigen keine Hand und sind eine herrliche Abwechslung.
  • Wellness im Badezimmer
    Gönn dir ein Kleopatra-Bad, schmeiß ein paar Blüten rein, vielleicht ein schönes Öl, starte ein Hörbuch, zünde ein paar Kerzen an und lasse den Tag gemütlich beginnen oder beende ihn entspannt in der Badewanne. Nein, kein Tipp für Frauen, auch Männer dürfen so chillen 😉 Ich habe leider keine Badewanne, nur die Möglichkeit hin und wieder ein angenehmes Fußbad machen zu können.
  • Handy aufräumen
    Ich will nicht übertreiben, aber ich habe sicherlich 600 Bilder gelöscht. Probiert es aus, es lohnt sich! Brauchst du WIRKLICH alle 857 Apps? Die Kontakte? Befrei dich!
  • Planen, planen, planen
    Plane Urlaub. Plane Ausflüge. Plane Mottoparties oder Mottoabende, mit Deko, Gerichten etc. Vielleicht planst du aber auch mal deinen Stash durch und suchst passende Projekte raus?
  • Hintergrundinfos einholen
    Ich liebe es! Ich schaue selten Filme oder Serien ohne, dass ich mir nicht zwischendurch die „wahre Geschichte“ oder Ergänzungen raussuche. Mir reichte es nicht, die „Tudors“ zu schauen, ich wollte die wirklichen Personen kennen lernen. Was steckte hinter den Gangs von New York und was war vor Herr der Ringe im Auenland los? Vielleicht lohnt sich auch für dich der Blick über den Tellerrand hinaus, um deine Lieblinge besser kennen zu lernen. Allein dadurch habe ich einen (wirklich) großen Aktenschrank an unnützen Wissen im Kopf, mit dem man aber durchaus ein Gespräch bereichern kann.
  • Vllt. probierst du dich mal an einer eigenen Anleitung?
    Du wolltest schon immer ein eigenes Design probieren, aber keine Zeit zum tüfteln? Würd sagen, nun hast du sie! 😀
  • Blutspenden!
    Nein, ich werde nicht müde, auf den Bedarf hinzuweisen und auch die Notwendigkeit, dass jeder von uns einen Teil dazu beiträgt. Nicht jeder kann selber spenden, aber jeder kann dafür werben. Wer Blut spendet, tut etwas für den eigenen Körper, der Blutdruck sinkt, man bekommt ein kostenloses Gesundheitscheckup des Blutes, verbrennt Kalorien und rettet ganz nebenbei 3 Leben. Du brauchst dafür keine bewegliche Hand, du nimmst das Blut schließlich nicht selber ab! Du musst einfach nur da liegen und vielleicht ab und an einen Ball drücken, aber dafür kannst du auch den gesunden Arm nehmen. Eine Blutspende wird bis zu 3 Menschen verabreicht. Menschen, die operiert werden, eine Chemo bekommen oder bei der Geburt zu viel Blut verlieren. Übrigens: Viele zahlen einen Obolus fürs Spenden. Sicherlich ist das nicht der Hauptgrund für viele Spender, erklärt aber den Andrang an jungen Studenten 🙂 Wem die Bezahlung unangemessen erscheint, kann diese an direkt an ein Tierheim oder Frauenhaus weiterleiten. Quasi zwei Spenden mit einem Piek! 🙂
Handgemacht ist immer noch am Besten – Meine Sauerkraut-Pilz-Piroggen


Hat die Ruhigstellung auch Vorteile?

Ja, es kann die Kreativität fördern! Schon lange bin ich eine Freundin davon, Dinge mit „links“ zu probieren. Es stärkt das Hirn und lässt die alte Walnuss ganz schön rattern. Probiere es aus, iss mit der linken Hand deinen Salat, schneide mit links deinen Apfel, scrolle mit links durchs Handy. Durch die ungewohnte Arbeit, ist das Hirn erst mal ziemlich verwirrt, vernetzt und verknüpft sich aber neu und versucht, mit der ungewohnten Situation zurecht zu kommen. Gerade für Menschen, die gerne kreativ sind, kann dies ein Gewinn sein.

Natürlich kommt man außerdem dazu, endlich Dinge zu tun, die man sonst nicht macht. Bei mir war es eindeutig lesen, mir einen Kalender für 2022 kaufen und meine Projekte, Deadlines und Ziele mit bunten Stiften sorgsam einzutragen.

Fazit

Die Sache mit der Hand ist Mist und während ich diesen Beitrag schreibe merke ich, dass sie schmerzt. Man darf bei aller Handarbeitsliebe nicht vergessen: Gesundheit geht vor und wir alle sollten unseren handarbeitsgeschundenen Hände ein wenig häufiger Pausen gönnen. Wir alle kennen sie, die lustiges Memes und Bildchen, die erklären, wie gesund Handarbeiten sind, wie sie die Hände kräftigen, das Gedächtnis schärfen und die Sinne entspannen. Allerdings hat jede Medaille zwei Seiten und die Dosis macht das Gift. Ich will zu viel und zwar immer sofort, wodurch die gesunde, wohltuende Arbeit mit Garn für meine Hände zur Belastung wird. Ich hoffe, der Arzt kann durch Massagen helfen und muss nichts aufschneiden. Sobald ich Näheres weiß und schreiben kann, werde ich diesen Beitrag aktualisieren. Sicherlich gibt es so manch ein armes Schaf mit dem gleichen Problem.


Update 26.01.2022:
Ich war heute morgen beim Orthopäden und es handelt sich nicht um ein Ganglion. Das Gute daran: Es muss/kann nicht operiert werden – Das Schlechte daran: Man kann nichts machen. Es handelt sich hierbei einfach um meinen Knochen, der irgendwie gereizt ist und dadurch dicker wirkt und schmerzt. Mir bleibt nur die Verwendung von abschwellender Schmerzsalbe, die Optimierung meiner Maus-Haltung und Schonen. Nachdem ich diesen Blogbeitrag veröffentlicht hatte, war der Effekt der Krankschreibung vollkommen verschwunden. Die Hand wurde dennoch weitergenutzt und ich habe mir eine Erhöhung für die Maus geschaffen (3 Stricksocken :D), wodurch die Hand nicht mehr mit dem Tisch in Berührung kommt. Mittlerweile sieht es schon viel besser aus und ich hoffe, das die neue Handgelenkauflage (Werbung, da Affiliate-Link) für die restliche Abschwellung sorgt. Als Alternative gibt es auch „Gelmauskissen“, aber dafür habe ich keinen Platz an meinem Schreibtisch. Eine ergonomische Maus (Werbung, da Affiliate-Link) habe ich bereits, die ALLEINE scheint das Problem jedoch nicht verhindert zu haben. Drückt mir die Daumen, dass die Auflage hilft und ich wieder in die Tasten und Nadeln hauen kann, als gäbs keinen Morgen mehr 😀


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