Nach wie vor bin ich kein Strickmusterfanatiker und faulenze mich durch jedes neue Sockenpaar. Einfache rechte Maschen, mal ein kleiner Musterabschnitt genügen mir und ich habe mich mittlerweile in meiner Bubble häuslich eingerichtet. Zwar finde ich noch immer extrem viele Sockenstrickmuster fantastisch, aber ich weigere mich einfach zu denken, sobald ich mich Nachmittags ausgestempelt habe 😀

Allerdings habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, alles aus der „einfachen“ Stricksocke rauszuholen, ohne zu viel Arbeit investieren zu müssen und auch Anfänger sollen sie bequem nacharbeiten können. Vor kurzem hatte ich eine fiese Kopfschmerzphase und plagte mich durch zwei endlose Tage. Um nicht komplett durchzufrösteln, trug ich zwei Socken übereinander und schon war die Idee #Frostbeulensocken geboren!



Die Idee:
Zugegeben, es sieht etwas crasy aus, aber der Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt! Durch einfaches Zusammenstricken entsteht der Effekt, dass zwei Socken übereinander liegen, obwohl man nur eine trägt und nur ein mal die Arbeit hat! Zugegeben, der Name „Verliebte Socken“ würde irgendwie auch ganz gut passen 🙂

Die Materialien:
Erlaubt ist einfach alles!
Grundsätzlich macht es allerdings Sinn, wenn die Garne sich irgendwie voneinander abheben, um den Effekt zweier verschiedener Socken zu stärken. In meinem Fall habe ich zwei Garne von Lana Grossa verwendet, die sich in der Farbe sowie vom „Look“ her voneinander unterscheiden. Während das graue Garn glatt ist und auch ungewaschen ein wunderschönes Strickbild ergibt, hat das Ringelgarn eine eher rustikales Tweedoptik.

Das Muster:
Auch hier ist alles erlaubt, was dir gefällt! Mein erstes Sockenpaar habe ich musterlos und ausschließlich glattrechts gestrickt, da mir die Garnunterschiede bereits ausgereicht haben. Du kannst allerdings durch verschiedene Muster den Effekt der „zwei Socken“ deutlich verstärken. Das macht vor allem dann Sinn, wenn du die gleichen Garntypen verwendest. Ich werde es definitiv mal probieren!

Die Zusammenfassung:

  • Kombiniere z.B. zwei verschiedene Materialien, die sich optisch und haptisch unterscheiden (bspw. Tweed / Alpaka / Bambus (Werbung, da Affiliate-Link))
  • Kombiniere z.B. zwei verschiedene Muster (Mustersammlung)
  • Verstricke z.B. unterschiedliche Farben / Farbverläufe bzw. Reste, die nicht mehr für ein ganzes Sockenpaar reichen
  • … und /oder: Stricke die erste Socke mit 4fach Garn, die zweite mit 6 oder 8 fach Garn, um den Effekt weiter zu verstärken

Die kurze Anleitung, ohne Bilder und Zwischenschritte:
Zuerst wird Socke Nummer 1 gestrickt, bis die gewünschte Länge erreicht ist. Im Anschluss legt man diese erst einmal zur Seite und beginnt mit dem Bündchen von Socke Nummer 2. Sobald die Vorarbeiten abgeschlossen sind, werden beide Teile zusammengestrickt und – in meinem Fall – der Schaft ein wenig verlängert. Im Grunde wird ab dieser Stelle eine ganz normale Socke weitergestrickt, mit der Wunschferse, der notwendigen Fußlänger und der Lieb

…und nun, die etwas ausführlichere 🙂 Natürlich sind das nur Beispielangaben (Schuhgröße 42), die du deiner Schuhgröße anpassen musst.

Los geht es!

Schritt 1:
Stricke Socke Nummer 1

Bündchen
64 Maschen anschlagen
17 Runden *2 linke Maschen, 2 rechte Maschen* (* jeweils wdh. bis Rundenende)

Schaft
40 Runden glattrechts

Lege die Stricksocke zur Seite und beginne mit der Zweiten Socke.


Schritt 2:
Stricke Socke Nummer 2

Bündchen
64 Maschen anschlagen
20 Runden glattrechts

Dadurch entsteht ein Rollbündchen. Alternativ kannst du natürlich auch ein anderes Bündchen stricken, allerdings mag ich bei dieser Stricksocke das „runtergerollte“ ganz gerne.

Nun werden beide Socken zusammengestrickt und das ist viel leichter, als du denkst!


Ausgangsposition: Beide Strickstücke sind in der gewünschten Länge gearbeitet und liegen so, dass du am Rundenanfang bist.

  1. Lege die Stricksocke Nr. 1 IN die Stricksocke Nr. 2 (s. Bild). Sortiere die Maschen und die Nadeln ein wenig, damit das Abstricken gleich leichter fällt.

2. Nun strickst du einfach die erste Masche von Stricksocke Nr. 2 und die erste Masche von Stricksocke Nr. 1 mit einer rechten Masche gleichzeitig ab. Wichtig ist, dass du zuerst in außenliegende Socke einstichst und erst dann in die innenliegende, da so die Maschenfarbe der äußeren nach dem Abstrick zu sehen ist. Nehme dir ein wenig Zeit für diesen Vorgang und arbeite sauber Masche für Masche ab. Achte darauf, dass du mit dem Faden von Stricksocke Nr. 2 (hier Gelb) strickst.

Und so sieht es aus, wenn du die ersten 3 Maschen abgestrickt hast. Hättest du zuerst in die hintere Masche gestochen, würden die grauen Maschen vorne liegen.

Vorderseite
Rückseite

Ab jetzt strickst du nur noch an der außenliegenden Stricksocke weiter. Den Faden der ersten Stricksocke kannst du abschneiden und vernähen.

Schaft
7 Runden glattrechts

Ferse
Stricke die Ferse deiner Wahl. Da mein Garn Ringel bildet, habe ich mich für die Nachtragferse entschieden, aber jede andere ist selbstverständlich auch möglich.

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Fußteil
Stricke 45 Runden glattrechts, bzw. so viel wie du für deine Schuhgröße benötigst.

Spitze
Ich habe mich für eine Bändchenspitze entschieden, allerdings kannst du natürlich jede andere verwenden.


Sobald du die Stricksocken abgekettet und vernäht hast, hast du 4 Socken zum Preis von 2en gestrickt! Durch diesen kleinen Trick, sehen deine Stricksocken noch kuscheliger aus und du kannst deiner Fantasie absolut freien Lauf lassen.

Viel Spaß beim Nachstricken und vielleicht sehe ich ja mal die ein oder andere Version der #Frostbeulensocken


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