Ach du Strick!

Meine liebsten Bündchenmuster

Alle Stricksocken, egal ob aus Resten, mit Streifen oder wilden Mustern haben eines gemeinsam: Sie haben ein mehr oder weniger großes Bündchen.

Sockenbündchen dienen dazu, dass die Stricksocke nicht der Schwerkraft zum Opfer fällt und an der Wade sitzen bleibt. Zumeist werden sie abwechselnd aus linken und rechten Maschen gestrickt und ziehen sich somit etwas zusammen. Mittlerweile haben jedoch viele Designer erkannt, dass ein einfaches „zwei Maschen rechts, zwei Maschen links“ oft nicht zum aufwendigen Muster passt und bauen einen fließenden Übergang in ihr Designs ein. Aber selbst, wenn du kein aufwendiges Muster im Bündchen verstricken möchtest, kannst du Akzente setzen. Beispielsweise kannst du das Bündchen, die Ferse und die Spitze in einer anderen Farbe stricken, als die übrige Socke oder sogar auf ein anderes Material (z.B. mit Tweed) zurückgreifen. Der Vorteil ist, dass man ohne erwähnenswerten Aufwand direkt einen Eyecatcher eingebaut hat.

Ich möchte diesen Blogbeitrag nutzen, um euch meine liebsten Bündchenmuster zu zeigen und welche Tricks und Tipps es an der ein oder anderen Stelle gibt. Außerdem habe ich kleine Abwandlungen dazugeschrieben, wenn ich diese auch schon mal ausprobiert, aber kein Bild von habe.

Übrigens: Sobald ich ein neues Bündchen probiert und ein Foto geschossen habe, teile ich es gerne mit euch. Kommt also gerne wieder vorbei!



Die verschiedenen Bündchenmuster

1.) Maschenanzahl teilbar durch 4
2 rechte Maschen, 2 linke Maschen


2.) Maschenanzahl teilbar durch 4
1 rechte Masche, 3 linke Maschen


3.) Maschenanzahl teilbar durch 2
1 rechte Masche, 1 linke Masche


4.) Maschenanzahl teilbar durch 4
Runde 1: 2 rechte Maschen, 2 linke Maschen
Runde 2: Rechte Maschen

Als Abwandlung kann man die zweite Runde auch nur mit linken Maschen stricken.


5.) In diesem Beispiel brauchst du eine Maschenanzahl, die durch 8 teilbar ist.
Das Prinzip „Spiralsocke“ funktioniert auch wunderbar als Bündchen!

Runden 1-4: 4 Maschen rechts, 4 Maschen links
Runden 5-8: 1 Masche links, 4 Maschen rechts, 3 Maschen links
Runden 9-12: 2 Maschen links, 4 Maschen rechts, 2 Maschen links
Runden 13-16: 3 Maschen links, 4 Maschen rechts, 1 Masche links
Runden 17-20: 4 Maschen links, 4 Maschen rechts

Spiralsocken für Kinder

6.) Maschenanzahl teilbar durch 4
Runde 1-2: 2 rechte Maschen, 2 linke Maschen
Runde 3-4: Rechte Maschen

Als Abwandlung kann man die Runde 3 + 4 auch nur mit linken Maschen stricken.


7.)  Maschenanzahl egal! Die Maschenanzahl ist nur wichtig, wenn du unter dem Rand ein Minibündchen strickst, damit es ein wenig mehr Halt bietet.
Besonders verliebt bin ich in den sog. „Rollrand (Rollbündchen)“. Hierbei wird die nervigste Eigenschaft der rechten Maschen genutzt, um einen schönen Effekt zu kreieren. Dafür strickst du einfach so lange rechte Maschen in Runden, bis dein Bündchen groß genug ist. Vor allem, wenn du mehrere Rollränder am Ende zusammenstrickst, hast du einen echten Hingucker!



Ideen für dein Bündchen

  • Mittlerweile stricke ich alle meine rechten Bündchenmaschen ausschließlich verschränkt ab. Hierbei sticht man nicht durch das vordere, sondern durch das hintere Maschenbeinchen ein, um die Masche abzustricken. Dadurch leiert das Bündchen nicht so stark aus und behält seine Form auch nach häufigem Tragen und Waschen bei. Außerdem finde ich das Strickbild ordentlicher. Auf dem Bild könnt ihr die beiden Varianten im direkten Vergleich an ungewaschenen Socken sehen. Beim Melonengarn kann man erkennen, wie groß „normale“ rechte Maschen im Vergleich zu den verschränkt gestrickten sind.
  • Viele Sockenträger vertragen zu starre und Enge Bündchen nicht. Das Hauptproblem liegt meist im Maschenanschlag versteckt. Um dies zu vermeiden, kannst du entweder die Maschen mit einer halben NS größeren Stricknadel aufnehmen oder direkt einen elastischen Maschenanschlag verwenden. Wenn du deine Socken Toe up (von der Spitze zum Bündchen) strickst, kette deine Abschlusskante elastisch ab, damit die Socken nicht einschneiden.
  • Ab und zu entscheide ich mich für ein deutlich abgesetztes Bündchen. Dafür stricke ich eins der oben genannten, und stricke dann einfach eine Reihe linker Maschen.
  • Grundsätzlich kann das eigentliche Strickmuster bereits am Anschlag beginnen. Hierbei sollte man allerdings darauf achten, dass es sich dabei nicht um zu „labbrige“ Strickmuster handelt. Beispielsweise eignen sich die normalen Kaffeebohnen eher weniger, da durch die gearbeiteten Umschläge das Bündchen zu wenig Halt geben würde.
  • Es lohnt sich übrigens, wenn du dir ab und zu die Rückseite von Mustern anschaust. Beispielsweise habe ich oben (Muster Nr. 2) mit einer rechten und 3 linken Maschen beschrieben. Andersrum, 3 rechte Maschen und eine linke Masche geht genauso gut und ist das eigentliche, leider eher unspektakuläre und unfotogene Bündchenmuster meiner Socke – weswegen ich mich kurzer Hand oben für die Rückseite entschieden habe 😉

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