Traut sich da etwa jemand an Brioche ran? Ja, es ist so weit und ich würde mich freuen, wenn du mir dabei Gesellschaft leistest 🙂

Normaler Weise kommt es fast nie vor, dass ich für ein spezielles Projekt extra einen Blogbeitrag erstelle. Dies passiert in der Regel nur dann, wenn ich eine Anleitung mit dir teilen möchte oder zum Mitmachen aufrufe (z.B. die Aktion Grüne Socke). Da ich dieses Projekt jedoch nutzen möchte, um endlich zweifarbiges Stricken zu lernen und um vielleicht die ein oder andere Erkenntnis mit ebenfalls Unerfahrenen zu teilen (z.B. ob „Garnführungsringe„* Sinn machen), mache ich hier eine Ausnahme. Außerdem muss ich irgendwo ordentlich rummaulen können! 😀

Das Projekt wird sicherlich einiges an Zeit fressen und sich über mehrere Monate hinziehen. Sobald ich einen neuen „Tagebucheintrag“ schreiben kann, werde ich den Beitrag aktualisieren.

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Warum dieses Tuch?

Der naheliegendste Grund ist natürlich der, das mir das Tuch sehr gut gefällt.

Der zweite Grund ist, dass ich mich so endlich meiner Schwachstelle „mehrfarbigen Stricken“ stellen kann und so ein wenig Übung erhalte. Mein Blogbeitrag über meine Colorwork Socken (s. HIER) steht seit mehreren Monaten still und ich habe eingesehen, dass es nicht voran geht. Ich brauche eine Anleitung, die mich sicher ans Ende bringt und mir im Ergebnis gefällt. Selbst der Sinn des Garnführungsringes hat sich mir bisher nicht erschlossen.

Die Garnauswahl

Die Garnauswahl wurde relativ spontan auf dem Düsseldorfer Wollfestival 2022 (s. Blogbeitrag) getroffen. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Pullovergarn und wollte schon weiterziehen, als ich das Tuch in Echt sah. Bislang kannte ich es nur von Raverly und dort hat es bereits den Sprung in meine Favoritenliste geschafft, weiter kam es allerdings noch nicht.

Die „Produktprobe“ einer Handfärberin gefiel mir dann aber so gut, dass ich direkt den Pulloverplan auf Eis legte und nach 3 unterschiedlichen Garnen Ausschau hielt. Mein erster Gedanke war, dass ich gerne eine extrem knallige Farbe dazwischen gehabt hätte, aber ich fand keine Begleitgarne, wodurch ich bei einem relativ dezenten Farbmuster blieb. Grundsätzlich passen zwar alle drei und harmonieren, aber gleichzeitig verstrickt, bilden alle nebeneinander genügend Kontrast, um nicht unter zu gehen.



… los geht´s!

Stand 05.10.2022

Die ersten beiden Abschnitte sind geschafft! Zwar werde ich den Blogbeitrag erst nach meinem Halloween-Special freischalten (Monk lässt eine Unterbrechung nicht zu), aber füllen kann ich ihn ja schon mal 🙂

Zugegeben, beim Öffnen der Anleitung ist mir die Kinnlade auf den Tisch geklatscht. Das Dokument hat mich erschlagen und mir ein wenig mehr Angst gemacht, als ich es erwartet hatte. Wahrscheinlich ist es kein schlechtes Zeichen, sondern spricht eher für eine besonders ausführliche Anleitung, aber schlucken musste ich dennoch 🙂

Den Anfang musste ich bestimmt 6x ribbeln, was jedoch weniger an der Anleitung als an mir lag. Ich war extrem unkonzentriert, unter Zeitdruck, gerade von einer 2-Tages-Hochzeit wieder gekommen und eigentlich viel zu müde. Als ich mich dann aber in die zwei Musterreihen gefuchst hatte, liefen die ersten beiden Abschnitte gut durch. Zwar stimmte beide Male die Anzahl an Maschen nicht, aber mit ein wenig Zauberstaub und Elfenglanz, konnten die Problemchen „behoben“ werden 😀

Die ersten beiden Farben sind auch bereits aufeinander getroffen und ich muss sagen, dass ich die Kombination wirklich schön finde. Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich Farbe Nummer 3 einfügen wird.

Bislang habe ich es jedoch vermieden, die Anleitung auszudrucken. Die Abkürzungen, Allgemeines und auch nützliche Hinweise haben jeweils eine starke Hintergrundfarbe, die ich ungern ausdrucken möchte. Gerade die, für mich sehr wichtige, Seite mit den Abkürzungen ist nahezu KOMPLETT gelb gehalten und wird 1. viel unnötigen Toner fressen und 2. auf meinem Drucker sicherlich nicht gut lesbar sein. Vielleicht mache ich mir die Tage die Mühe und kopiere mir die Textbausteine raus und erstelle mir ein eigenes Dokument.


Stand 30.10.2022

Den Lacemuster-Teil habe ich in meinen Urlaub komplett gestrickt, jedoch ging die letzte Reihe nicht auf. Dies fuchste mich so sehr, dass ich den Teil komplett ribbeln musste. Auf Grund einer zuvor gezogenen Sicherungsleine war es zwar kein Problem, aber seit 2 Wochen stricke und häkle ich gar nicht mehr. Die Lust daran hat mich komplett im Stich gelassen und ich schmolle lieber etwas vor mich hin. Ein paar private Dinge ziehen mich etwas runter, gesundheitlich angeschlagen und der große Aufwand für das Halloween-Special fordern aktuell ihren Tribut. Aber: Das ist in Ordnung und ich zwinge mich nicht zur Handarbeit. Es wird schon von alleine wieder Spaß machen und laut meinen Namen rufen – nur eben nicht heute oder morgen. Die Phasen hat wohl jeder mal. Dafür stelle ich heute den Blogbeitrag ein, ist ja auch irgendwie produktive Handarbeit 😉

Immerhin reichte mein Ribbelmonster, um ein Video auf Instagram hochzuladen:

Btw: Ja, ich habe mir die Mühe gemacht und alles vor meinem Urlaub so zusammenkopiert, dass ich möglichst wenig Papier und Toner verwenden musste.


Stand 20.11.2022

Ich befinde mich noch immer im Schlummermodus. Mittlerweile sind es rund 5 – 6 Wochen, in denen ich die Nadeln nahezu komplett beiseitegelegt habe. Aber soll ich dir was verraten? Es ist mir egal und es tut mir gut 🙂

Nichtsdestotrotz habe ich in den letzten Tagen ein wenig Zeit investiert und am Schal weitergearbeitet. Abschnitt 3 + 4 sind nun abgeschlossen und ich kann mich wieder beruhigt in den Winterschlaf legen. Wahrscheinlich nicht das Schlechteste, denn ab Teil 5 lerne ich Brioche! 🙂

Bild folgt, hat geregnet und ich hatte keine Lust aufzustehen 😀


Bald geht es weiter…


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